Die QR-Rechnung kommt in der Schweiz ab dem 30. Juni 2020:

Die roten und orangen Einzahlungsscheine aus der Schweiz sind bald Geschichte. Aktuell wird in der Schweiz ein Einzahlungsschein vom Rechnungssteller ausgestellt und dieser wird dann vom Zahlungspflichtigen beglichen. Ab dem 30. Juni sollen diese dort nicht mehr verwendet werden. Denn, um mit dem internationalen Standard mitzuhalten, stellt die Schweiz jetzt auf das Format QR-Rechnungen um. Die Übergangsphase soll bis Ende 2021 andauern. Danach müssen Sie in der Lage sein, Rechnungen dieser Art einzulesen und zu bearbeiten. 

Die Bestandteile einer QR-Rechnung: 

Es gibt zwei wesentliche Elemente der QR-Rechnung: 

1. Das digitale Element: Ein elektronisch lesbarer QR-Code – er nennt sich Swiss QR-Code und ist am Schweizerkreuz in der Mitte zu erkennen. Er enthält sämtliche Zahlungsinformationen zum Zahler, 
Empfänger, Betrag, Währung etc. und kann ganz einfach digital eingelesen 
werden. 
 
2. Das analoge Element: Zusätzlich zum QR-Code, werden die Informationen in direkt lesbarer Form in Klartext gedruckt. Der Zahlteil links und der Empfangsschein rechts. Somit ist der Zahlteil der 
QR-Rechnung auch weiterhin analog nutzbar.

Der Aufbau einer QR-Rechnung: 

Im oberen Bereich sieht die QR-Rechnung aus wie eine normale Rechnung und kann frei gestaltet werden. Der untere Abschnitt der Rechnung (Zahlteil und Empfangsschein) hat das Format A6 quer (210 x 106mm) und wird in schwarz auf weiß gedruckt. 
Der untere Teil kann als separates Element einer Rechnung beigelegt werden oder integriert in eine QR-Rechnung elektronisch (als PDF) per E-Mail verschickt werden. Wenn die Rechnung ausgedruckt und in Papierform verschickt wird, besteht die Perforationspflicht, damit Zahlteil und Empfangsschein sauber abgetrennt werden können. 

Eine QR-Rechnung mit der eGECKO und Varial Software erfassen:

In der Softwarelösungen Varial World Edition Landesversion Schweiz ist das Verarbeiten erhaltener QR-Rechnungen schon seit 01/2019 mit dem Release 2.70 möglich. Sie können den QR-Code auf der Rechnung mit einem geeigneten Scanner lesen und dann die Informationen in der Buchungsmaske belegen. In der Übergangsphase können Sie neben den neuen QR-Rechnungen auch weiterhin die Einzahlungsscheine verarbeiten.

eGECKO hat mit Revision 34.4 die erneuerte Version des QR-Code Datenformats bereitgestellt. Auch hier wird mit einem Scanner der QR-Code gelesen. Die Software parsed die Daten und sie werden dann im Feld chCodierzeile, bisheriges Verfahren ESR-Referenzzeile, bereitgestellt. Das Personenkonto wird per Zahlungempfänger-IBAN aus dem eGECKO-Stamm gesucht und in den Rechnungsbeleg übernommen.

Die Vorteile der QR-Rechnung:

Einfach:

Die QR-Rechnungen können online oder über eine Software erstellt und versendet werden. Sie können die Rechnung per One-Click über den QR-Code erfassen. Per Lesegerät oder Smartphone werden die Daten direkt an die Bank gesendet. Eine manuelle Erfassung oder Ergänzung der Daten ist nicht mehr nötig. Sie sparen Zeit und es passieren weniger Einlese- und Buchungsfehler. 

Praktisch: 

Der QR-Code enthält alle Zahlungsinformationen und kann problemlos gescannt werden, um die Daten zu erfassen und Geld zu überweisen.  
Die Codes können nicht nur auf Rechnungen, sondern auch auf Plakaten, Flyern oder anderen Werbemitteln platziert werden. So können zum Beispiel direkt Spenden bei Aktionen gesammelt werden. 

Flexibel:

Die Erfassung der Zahlungsinformationen ist auch analog möglich, denn sie sind neben dem QR-Code auch lesbar auf der Rechnung enthalten.  
Sie können die Angaben ohne technisches Hilfsmittel schnell erkennen und erfassen. 
Die Wahl, wie Sie Rechnungen in der Zukunft bearbeiten wollen, liegt bei Ihnen.

 

Quellen:

https://www.moneytoday.ch/lexikon/qr-rechnung/

https://www.six-group.com/de/blog/2018/qr-bill.html